Keynotes

Keynote 1: Prof. Dr. Heike Bruch
„Leadership zwischen Hochleistung und Erschöpfung – die Notwendigkeit gesunder Führung“

Abstract: Unternehmen befinden sich zunehmend in einer vermeintlichen Dilemma-Situation. Unternehmen müssen Hochleistung erbringen, um langfristig erfolgreich zu sein. Hierfür muss jedoch eine Überhitzung und Erschöpfung der Mitarbeiter verhindert werden. Das zentrale Paradoxon hierbei ist, möglichst schnell und flexibel zu agieren, ohne die Mitarbeiter des Unternehmens zu überfordern. Eine zentrale Rolle in diesem Prozess nimmt die Führungskraft ein.

Kernaufgabe von Führungskräften ist es, Mitarbeiter zu inspirieren, zu mobilisieren und zu Hochleistung zu führen. Doch langfristige Hochleistung ist nur möglich, wenn Führungskräfte gleichzeitig Belastung abbauen und Erschöpfung der Mitarbeiter vermeiden. Erschöpfung bei den Mitarbeitenden kann durch gesunde Führung verhindert werden.

Gesunde Führung hat zwei Ausprägungen: Gesunde Mitarbeiterführung und gesunde Selbstführung.
Gesunde Mitarbeiterführung beinhaltet, dass Führungskräfte sich für die Gesundheit der Mitarbeiter verantwortlich fühlen, auf Warnsignale achten und ein gutes Vorbild in Bezug auf die Gesundheit sind. Daher ist gesunde Selbstführung Voraussetzung für gesunde Mitarbeiterführung. Um ein gutes Vorbild zu sein, muss eine Führungskraft zuallererst auch auf die eigene Gesundheit achten.

Heike Bruch ist Leadership-Professorin an der Universität St. Gallen. Sie studierte Betriebswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin und promovierte an der Universität Hannover. Seit 2001 ist Heike Bruch Professorin und Direktorin des Instituts für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen. Sie ist u. a. im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e. V. (DGFP) und Präsidentin der Academic Jury des Wings of Excellence Award. Sie berät Top-Führungskräfte in ganz Europa auf den Gebieten Energie und Speed in Unternehmen, New Work Transformation und Kultur-Change sowie Selbstführung von Führungskräften. Sie begleitete die deutsche Bundeskanzlerin zu Fragen des demographischen Wandels und gründete in 2006 das Spin-off energy factory St. Gallen.

Für ihre wissenschaftlichen Leistungen wurde Heike Bruch bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als führende Wissenschaftlerin in der Personalforschung im deutschsprachigen Raum sowie im Jahr 2017 durch die erneute Wahl unter die TOP 100 Frauen der Schweiz.

Trendstudie „Zwischen Hochleistung und Erschöpfung“ (*.pdf) - Diese Studie kann hier kostenfrei bestellt werden.

Heike Bruch, Prof. Dr., Professorin für Leadership, Direktorin, Institut für Führung und Personalmanagement, Universität St. Gallen, St. Gallen (CH), heike.bruch@unisg.ch

 

Keynote 2: Prof. Dr. Andréa Belliger
„Fit für die digitale Transformation? Über neue Werte und Normen einer vernetzten Gesellschaft“

Abstract: Digitale Transformation bedeutet nicht in erster Linie neue Technologien und veränderte Wertschöpfungsketten, sondern einen grundlegenden gesellschaftlichen Paradigmenwechsel und vernetzte Organisationsformen. Daraus resultierende neue Werte und Normen wie offene Kommunikation, Transparenz und Partizipation stellen neue Anforderungen an Organisationen und Führung. Der Vortrag vermittelt ein einfaches Denkraster zum Verständnis digitaler Transformation als gesellschaftlicher Prozess und stellt eine Reihe von Handlungsfeldern zur Diskussion.

Als Prorektorin einer Luzerner Hochschule mit über 700 Mitarbeitenden ist Frau Prof. Dr. Andréa Belliger seit acht Jahren Mitglied der Geschäftsleitung und in leitender Managementposition. Zudem leitet sie ein privates Forschungs- und Weiterbildungsinstitut in Luzern (KMU). Sie forscht, lehrt und berät Organisationen zu Fragen von Trends und Veränderungen im gesellschaftlichen Kommunikationsverhalten und zu digitaler Transformation in unterschiedlichen Branchen. Frau Belliger ist als Verwaltungsrätin (VR) in drei Schweizer Unternehmen strategisch tätig.

Andréa Belliger, Prof. Dr., Prorektorin PH Luzern und Leitung Institut für Kommunikation & Führung IKF/Leitung des MAS/MBA-Studiengangs: Digitale Transformation, eLearning und Wissensmanagement, eHealth, Social Media & Knowledge Management, eGovernment, Institut für Kommunikation & Führung IKF, Luzern (CH) andrea.belliger@ikf.ch

 

Keynote 3: Jürgen Bock
„Unternehmenskultur - Die Innenseite der Marke“

Abstract: Das Thema Unternehmenskultur hatte auf Top-Managementebene lange Zeit keine große Bedeutung. Eher waren es Zahlen, Daten, Fakten, die die Manager interessierten. Das hat sich seit Beginn des Jahres 2015 geändert. Gerade durch den digitalen Wandel, der viele Unternehmen erfasst hat, bekommt das Thema eine ganz andere Bedeutung, denn neben neuen technischen Anforderungen ist die passende Unternehmenskultur die andere wichtige Säule für einen gelungenen Eintritt in die digitale Welt.

Unter Unternehmenskultur versteht man die Gewohnheiten einer Organisation, in denen sich ein Unternehmen von seiner Umgebung unterscheidet.

Das eher weiche Kultur-Thema ist die eigentlich harte Wirklichkeit. Denn wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass strategische Vorhaben dann scheitern, wenn sie die Unternehmenskultur nicht mitdenken. Deshalb ist es immer angebracht sich die Frage zu stellen, ob die eigene Kultur für zukünftige Vorhaben Freund oder Feind ist.

Unternehmenskultur entsteht durch Anpassung. Menschen verhalten sich in Organisationen subjektiv vernünftig, sie wollen bestmöglich überleben, um weiterhin gefördert und befördert zu werden.

Wenn die für sie wichtigen Führungskräfte sich ändern und das dauerhaft, passen sie sich an das neue Verhalten an, um nicht abgelehnt zu werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Kulturveränderung nicht durch rationales Denken erfolgt, sondern über Gefühle.

Die Mitarbeiter müssen spüren, dass der Wandel ernst gemeint ist und dass die entscheidenden Personen zum Beispiel wirklich wollen, dass man offen und ehrlich seine Meinung äußert.

Im Kulturwandel ist das „wie“ immer wichtiger als das „was“.

Für die Mitarbeiter ist die eigene Führungskraft die mit Abstand wichtigste Person. Denn sie ist es, die täglich zeigt, wie sie denkt, fühlt und handelt und ob sie den Mitarbeiter wertschätzt. Insofern ist die erlebte Subkultur der Abteilung für den Mitarbeiter wichtiger als die Kultur des ganzen Unternehmens. Ist die Führungskraft nah oder distanziert, lässt sie ihre Mitarbeiter immer wieder über sich selbst hinaus wachsen, weil sie ihnen Aufgaben überträgt, die sie selbst bisher erledigt hat, ist die Führungskraft offen und ehrlich und gesteht auch eigene Fehler ein und kann sie sich auch für Fehlverhalten entschuldigen?

Alle diese Themen sind stark kulturprägend.

Durch ein strukturiertes Führungsfeedback zwischen Mitarbeitern und Führungskraft ist ein ständiger Abgleich von Erwartungshaltungen und ein gemeinsamer Kulturwandel möglich.

Die Kultur ist auch gleichzeitig die Innenseite insbesondere der Arbeitgebermarke. Denn nur was von innen her leuchtet, kann auch nach außen strahlen. Die demographische Entwicklung hat zur Folge, dass die Bewerberzahlen sinken, umso mehr müssen die Organisationen zeigen, dass ihre Kultur attraktiv ist und interessante Bewerber anzieht und gute Mitarbeiter bindet.

Langjähriger Bereichsleiter Kulturentwicklung und Corporate Values Otto Group und Speaker und Unternehmensberater, spezialisiert auf die Themen Unternehmenskultur und Persönlichkeitsentwicklung

Jürgen Bocks Vita zeigt, wie interessant die Landschaft sein kann, wenn man vom Weg abkommt, denn Bocks Fähigkeit, die Perspektive zu wechseln, zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben. Als Jurist war er für juristische Fragestellungen der Otto Group zuständig, doch als er feststellte, dass ihn diese Tätigkeit nicht dauerhaft zufrieden machen würde, fokussierte er sich auf seine persönlichen Werte und Vorstellungen. Die Freude daran, weitere Talente und Potenziale nicht nur bei sich sondern auch bei anderen zu entdecken, führte ihn in die Personalabteilung der Otto Group, wo er viele Jahre für die berufliche und persönliche Entwicklung der Mitarbeiter verantwortlich war - vom Auszubildenden bis zum Topmanager. Sein großes, echtes Interesse an den Menschen, die für die Kultur eines Unternehmens stehen, machte ihn dabei im Laufe der letzten 20 Jahre zu einem erfolgreichen Gestalter von Unternehmenskultur. Bock gilt heute in Deutschland als einer der führenden Experten auf diesem Gebiet, was zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen belegen, die er und sein Team inzwischen erhalten haben. Diese langjährige Erfahrung bringt er ein, um Geschäftsführer und Manager zu inspirieren, wie es erfolgreich und nachhaltig gelingen kann, eine motivierende und wertschöpfende Unternehmenskultur zu gestalten.

Jürgen Bock, Speaker und Unternehmensberater, Hamburg (D), info@bockaufleben.de

 

Keynote 4: Franz Kühmayer
„Anti-Work
Warum wir Arbeit ganz neu denken müssen!“

Abstract: Die Frage, wie die Arbeitswelt von morgen aussieht, stellt sich immer dringlicher. Es wird immer deutlicher, dass Digitalisierung viele Menschen aus ihren aktuellen Jobs drängen wird. Doch dass Software und Roboter mittlerweile nicht nur an den Förderbändern rütteln, sondern auch an den Drehstühlen in Büros und sogar an den Chefsesseln, ist gar keine schlechte Nachricht. Digitalisierung führt uns näher dorthin, was uns als Menschen ausmacht – und sie führt zu freudvollerer und erfüllterer Arbeit. Ganz selbstverständlich wird dieser Wandel allerdings nicht geschehen, im Gegenteil: Die Veränderungen, die die Zukunft mit sich bringt, führen uns auf unsicheres Terrain, auf dem völlig neue wirtschaftliche und gesellschaftliche Perspektiven gefragt sind. Klar ist: Es braucht mehr Mut und Gestaltungswillen, und weniger ängstliches Sicherheitsdenken; mehr Vertrauen und Freiheit, und weniger Kontrolle und Struktur. Auch wenn es paradox klingt, es ist grundvernünftig, gerade jetzt mutig zu denken und zu handeln.

Mindchanging Speaker, Strategieberater Zukunftsinstitut, Gründer & Geschäftsführer, Reflections Research & Consulting

Franz Kühmayer ist gefragter Vortragender und Experte für das Thema “Zukunft der Arbeit”. Am Schnittpunkt zwischen Trendforschung und Unternehmensberatung verbindet er inspirierende Perspektiven mit konkreten Lösungen. Optimistisch, provokant und eloquent kombiniert er seine langjährige Erfahrung als erfolgreicher Top-Manager in internationalen Konzernen mit einem frechen Blick unter die Oberfläche und in die Zukunft. Er bringt durch seine Vorträge Unternehmen und Organisationen zum Nachdenken über ihre Kultur, Führungs- und Management-Stile.

Franz Kühmayer hat Physik und Informatik studiert und eine Vielzahl von Weiterbildungen absolviert, u. a. an der Kellogg School of Management, Chicago und an der University of Washington, Seattle. Er blickt auf eine erfolgreiche internationale Karriere als Führungskraft zurück, die ihn unter anderem nach Boston und Paris geführt hat. Heute lebt er in Wien und entwickelt als Strategieberater für Unternehmen in ganz Europa Perspektiven im Bereich der langfristigen Ausrichtung. Den Schwerpunkt setzt er dabei in den Themenfeldern Leadership, Zukunft der Arbeit und Bildungswesen. Kühmayer unterrichtet an mehreren Hochschulen und publiziert regelmäßig.

Franz Kühmayer, Trendforscher, Zukunftsinstitut GmbH, Frankfurt am Main (D) und Wien (A), futuretalks@zukunftsinstitut.de

 

 

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