15:15 – 16:30
PARALLELE FACHFOREN | Session 1
FF1.4
Moderation: Julia Stroj, Österreichischer Gewerkschaftsbund
Michaela Kindervater, Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Abstract: Die BGF-Koordinierungsstelle (BGF-KS) ist eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland, die Unternehmen Informationen und Beratung beim Aufbau Betrieblicher Gesundheitsförderung seit 2017 zur Verfügung stellt (§ 20b Abs. 3 SGB V). Ziel ist, die Umsetzung von BGF in Kleinst-, Klein- und Mittelstandunternehmen sowie Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu steigern. Dafür werden Unternehmen informiert, sensibilisiert, vernetzt und zu den Unterstützungsmöglichkeiten durch die GKV beraten sowie an weitere Sozialversicherungsträger vermittelt. Neben dem Informations- und Beratungsportal der BGF-KS zum BGF-Leistungsportfolio der SV-Träger werden bundesweit regionalspezifische Vernetzungsstrukturen sowie Ansprache- und Veranstaltungskonzepte genutzt. 2025 fand zudem der bundesweite Ideenwettbewerb „49 gewinnt“ statt, um kleine Unternehmen zu motivieren, inspirieren und gute BGF-Praxis zu teilen. Bewährte Ansätze, neue Methoden und praxisnahe BGF wirken besonders durch das Mitwirken von Kooperationspartnern und das Interesse und die Bereitschaft der Unternehmen.
Friederike Weber und Assma Hajji, prospect GmbH Research & Solutions
Abstract: Wissenschaftlich untersucht wird häufig die Wirksamkeit von BGF-Maßnahmen, seltener wird auf praktische Erfahrungen und Meinungen betrieblicher Umsetzer:innen eingegangen und gefragt, was erfolgreiche BGF aus Praxissicht ausmacht. Dieser Frage wurde in einer qualitativen Untersuchung unter österreichischen BGF-Preisträger:innen nachgegangen, deren Ergebnisse 2025 in der FGÖ-Praxisbroschüre „Erfolgsfaktoren für betriebliche Gesundheitsförderung“ veröffentlicht wurden. Die Erfahrungswerte betonen beispielsweise eine differenzierte und partizipative Vorgangsweise, einen guten Maßnahmenmix oder die Wichtigkeit eines an den jeweiligen Betriebskontext angepassten Weges. Wesentlich ist auch die Sichtbarkeit nach innen und nach außen. Letzteres ist ein wesentlicher Faktor für Employer Branding: BGF kann zum zentralen Element der Arbeitgebermarke werden. Betriebe guter Praxis sehen ihre BGF außerdem in Verbindung mit Megatrends wie Digitalisierung, New Work, Silver Society sowie Klimawandel.
Rafaël Weissbrodt, Haute école de santé Wallis
Abstract: Wissenschaftlich untersucht wird häufig die Wirksamkeit von BGF-Maßnahmen, seltener wird auf praktische Erfahrungen und Meinungen betrieblicher Umsetzer:innen eingegangen und gefragt, was erfolgreiche BGF aus Praxissicht ausmacht. Dieser Frage wurde in einer qualitativen Untersuchung unter österreichischen BGF-Preisträger:innen nachgegangen, deren Ergebnisse 2025 in der FGÖ-Praxisbroschüre „Erfolgsfaktoren für betriebliche Gesundheitsförderung“ veröffentlicht wurden. Die Erfahrungswerte betonen beispielsweise eine differenzierte und partizipative Vorgangsweise, einen guten Maßnahmenmix oder die Wichtigkeit eines an den jeweiligen Betriebskontext angepassten Weges. Wesentlich ist auch die Sichtbarkeit nach innen und nach außen. Letzteres ist ein wesentlicher Faktor für Employer Branding: BGF kann zum zentralen Element der Arbeitgebermarke werden. Betriebe guter Praxis sehen ihre BGF außerdem in Verbindung mit Megatrends wie Digitalisierung, New Work, Silver Society sowie Klimawandel.